Bildungspolitischer Abend mit Staatsminister Clemens in Arnsdorf
Mehr als 70 Interessierte folgten am 23. April der Einladung unserer CDU-Vorsitzenden in Arnsdorf Pauline Giersemehl in das Dorfgemeinschaftshaus des Ortsteils Fischbach. Denn vor einigen Wochen wurde in Arnsdorf der in Trägerschaft vom Landkreis Bautzen neu errichtete Oberschulstandort feierlich eröffnet. Dazu Pauline Giersemehl: "Grund genug für uns bei den Menschen hier vor Ort nachzufragen und ins Gespräch zu kommen. Und wenn dazu auch noch unser Kultusminister Conrad Clemens Rede und Antwort steht, um so besser. Die aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen in der Bildungspolitik in unserer Region sind vielfältig."
An ein kurzes Grußwort von CDU-Kreischef Steffen Roschek, der die spätere Fragerunde mit dem Minister moderierte, schloss sich der Impuls Conrad Clemens' zur Diskussion an. Zu Schuljahresbeginn habe man, so der Staatsminister, dass bei vielen unpopuläre Maßnahmenpaket für eine bessere Unterrichtsabsicherung auf den Weg gebracht. Mittlerweile könne man aber durchaus die Erfolge sehen. Denn vor allem in den Oberschulen außerhalb der drei sächsischen Großstädte, wo der Unterrichtsaufall und die fehlenden Lehrkräfte besonders ins Kontor geschlagen habe, verringere sich die Zahl der Ausfallstunden spürbar. Auf kritische Nachfragen aus dem Publikum, wie genau sich das Verhältnis zwischen Lehrern, die demnächst in den Ruhestand gingen und jenen, die als Berufseinsteiger "auf den Markt" kommen, gestalte, gab Conrad Clemens ebenso offen Auskunft, wie er versprach, sich bei der Frage eines besser abgestimmten Schülerverkehrs aus der Region in die Schulen einzubringen.
Klar Stellung bezog Staatsminister Conrad Clemens als er sagte: "Ich will Dinge, die wir insbesondere in den 1990er Jahren mit den großflächigen Schulschließungen und den Veränderungen in der Lehrerschaft nicht gut gelöst haben, so nicht nochmal machen. Wir haben heute - ich nenne da zum Beispiel das Instrument des jahrgangsübergreifenden Unterrichts an Grundschulen, gute Möglichkeiten, auch mit kleineren Klassengrößen und in ländlicheren Gemeinden eine gute Qualität in unserer Schullandschaft vor Ort sicherzustellen". Auch sprach sich Staatsminister Clemens dafür aus, den Praxisanteil in der Lehrerausbildung zu erhöhen, damit bei den Studenten die Vorurteile gegenüber unterschiedlichen Schularten und den unterschiedlichen Regionen im Freistaat abgebaut werden können. (Fotos: Blümel, Text: pn)